Allgemeine Hinweise und Organisatorisches
Bei Fragen könnt Ihr Euch jederzeit an einen der Betreuer wenden.
Gruppenarbeit
Bei wissenschaftlicher Arbeit (und auch in der Industrie)
ist es üblich, mit mehreren Personen an einem Projekt oder
Forschungsvorhaben zu arbeiten. Das konstruktive Lesen der Arbeit anderer
und die Diskussion über unklare Punkte hilft allen Beteiligten bei
ihrer Arbeit.
Die Betreuer des Seminars können diese Zusammenarbeit nur
in bedingtem Maße leisten, da sie in der Regel einen anderen Blickwinkel
als die Seminarteilnehmer haben. Aus diesem Grund teilen sich die
Teilnehmer(innen) dieses Seminars in 3 Gruppen (mit möglichst
zusammenhängenden Themen) zu je 4 Teilnehmer(inne)n auf, die
folgendermaßen zusammenarbeiten sollten:
- E-Mail-Kommunikation oder Treffen bei Fragen,
- Gegenseitiges Korrekturlesen und Kommentieren der Ausarbeitungen
nach Abgabe der ersten Version
- Diskussionsgespräch über die Ausarbeitungen
mit Betreuer als Moderator.
- Absprache der Vorträge, um Überschneidungen zu vermeiden
- Auf Wunsch Probevortrag vor anderen Gruppenteilnehmer(inne)n.
Nachdem die ersten Versionen der Ausarbeitungen abgegeben worden
sind, hat jede(r) Seminarteilnehmer(in) hat etwa 1 Woche Zeit, um die
die Ergebnisser mehrer anderer Teilnehmer Korrektur zu lesen. Dazu gehört u.a.:
- Gründliches Lesen
- Notieren von Verständnisfragen
- Anstreichen von Fehlern (sowohl inhaltlich als auch sprachlich)
- Bewertung des Inhalts (Verständlichkeit, Tiefe, etc.)
- Bewertung der Form (Gliederung, Formatierung, Literaturverzeichnis, etc.)
- Gesamteindruck
Der vorgesehene Zeitaufwand für das Korrekturlesen sind 10
Stunden, die auf gleichmäßig auf die zu lesenden
Ausarbeitungen verteilt werden sollten. Bringt Eure korrekturgelesen
Versionen bitte zu den Gruppengespraechen mit.
Schriftliche Ausarbeitung
Wir erwarten für einen benoteten Schein eine Ausarbeitung von etwa
10 Seiten (diese Vorgabe sollte weder deutlich unter- noch
überschritten werden).
Anfertigung der Ausarbeitung:
- Überlegen, welche Teile der gelesenen Literatur in Ausarbeitung
sollen und mit Betreuer(in) absprechen. Werden
Details ausgelassen, so sollte auf entsprechende Literaturstellen
hingewiesen werden.
- Template für Ausarbeitung erstellen (Aufbau wie ein
wissenschaftlicher Artikel):
- Titel, Name, Datum, Ortsangabe (welches Seminar, welche Uni usw.),
- Abstract (fasst ganze Arbeit kurz zusammen),
- Einleitung (gibt Motivation für Ausarbeitung
und Überblick über Rest der Arbeit),
- Hauptteil,
- Schluss/Zusammenfassung,
- Literaturverzeichnis.
Wir begrüßen, wenn Ihr unsere
LaTeX-Vorlage (das zugehörige ps-file) zur
Ausarbeitung benutzt (nur rudimentäres LaTeX erforderlich).
- Kapitelüberschriften verwenden, verschiedene Ebenen klar und
von der Schriftgröße her konsistent absetzen.
- Überlegen, was der gelesenen Literatur in welches Kapitel soll und
in Template einfügen.
- Nach und nach Lücken im Template füllen.
- Haltet Euch sich nicht sklavisch an die vorgegebene Reihenfolge und
den Satzbau in der Literatur. Insbesondere nicht den gelesenen
Artikel mehr oder weniger nur ins Deutsche übersetzen.
- Einheitliche Begriffe in der ganzen Ausarbeitung verwenden, auch wenn man
mehrere Originalartikel mit verschiedenen Begriffen hat.
- Mathematische Formeln werden kursiv gesetzt.
- Englisch/Deutsch-Problem:
- Für viele Begriffe existiert kein guter und gängiger
deutscher Begriff, viel mehr hat sich der englische
eingebürgert, Beispiel: 'Intrusion Detection'.
- Englische Nomen schreibt man bei Verwendung im deutschen groß.
- Für andere Begriffe existiert ein eindeutiges deutsches Wort,
was üblicherweise verwendet werden sollte, Beispiel:
'Ver- und Entschlüsselung'.
- Manchmal verwendet man auch Deutsch-Englisch-Mischungen als
Wörter.
Fragt im Zweifelsfall Euren Betreuer.
- Im Literaturverzeichnis sollte sämtliche in der Ausarbeitung
verwendete Literatur angegeben werden. Umgekehrt sollte jede
Literaturangabe, die im Literaturverzeichnis steht, in der
Ausarbeitung auch zitiert werden.
- Möglichst richtig auf dem Wissensstand der anderen
Teilnehmer aufsetzen
(Nicht das voraussetzen, was man selbst gelesen hat, aber auch nicht
ganz bei Null ansetzen, wenn es bereits Teilnehmer gibt, die
Grundlagen oder ähnliches behandeln.)
Vortrag
Die vorgesehene Vortragszeit je Teilnehmer beträgt 30 Minuten
zzgl. 15 min. Diskussion.
Sinn eines Seminarvortrags fuer den/die Vortragende(n):
- Erlernung der Techniken zur selbständigen Verarbeitung von
nicht-trivialem Stoff und dessen Präsentation.
- Umgang mit Kritik
- ständige Anpassung an Verhalten von Zuhörern während
des Vortrags
Sinn eines Seminarvortrags fuer die Zuhörer:
- Verstehen des Vortrags ohne/statt Lesen der zugehörigen Literatur
- Üben konstruktiver Kritik am Vortragenden (Es ist kein Zeichen
von Höflichkeit, sondern eher von falsch verstandener Solidarität
mit dem Vortragenden bzw. eigener Scheu, wenn man im Seminar als
Zuhörer nicht aktiv mitarbeitet.)
Anfertigen der Folien:
- Überlegen welche Teile der Ausarbeitung in Vortrag
vorgestellt werden können und mit Betreuer(in) absprechen.
- Template für Folien erstellen:
- Titelfolie: Thema, Name, Datum, Ortsangabe (welches Seminar,
welche Uni usw.),
- kurze Einleitung, Motivation
- Hauptteil,
- Schluss/Zusammenfassung,
- Literaturverzeichnis (ggf. schon bei Titel).
- Nach und nach Lücken im Template füllen.
- Die Einleitung soll eine Intuition für das Thema des Vortrags
erzeugen, aber noch keine Details darstellen.
- Die Folien sollten nur Inhalt enthalten, der auch im Vortrag behandelt
wird.
- Grafiken/Bilder sind zur Verdeutlichung vieler Aussagen sinnvoll,
nicht mit dem Vortrag direkt zusammenhängende Cliparts wirken
dagegen künstlich bis lächerlich.
- Einheitliche Begriffe im ganzen Vortrag verwenden, auch wenn man
mehrere Originalartikel mit verschiedenen Begriffen hat.
(Das sollten möglichst dieselben wie in vorigen Vorträgen sein.)
- Die Folien müssen in einer großen Schrift geschrieben / gedruckt sein
(Standardschrift 24 Pt), möglichst mit Farbe.
Möglichst Sans-Serif-Schrift (ohne Füßchen) wie Helvetica.
- Der Gebrauch von Farbe ist sinnvoll, um Wichtiges hervoruheben bzw.
Zusammenhänge herzustellen. Seit dazu konsistent bei der
Verwendung jeder Farbe.
- Keine ganzen Sätze auf Folien -- man kann nicht viel lesen,
während man zuhört. Auf keinen Fall Ausarbeitungsteile
(z.B. Theoreme) einfach auf die Folien kopieren.
- Mathematische Formeln werden kursiv gesetzt.
- Möglichst richtig auf dem Wissensstand der anderen
Teilnehmer aufsetzen
(Nicht das voraussetzen, was man selbst gelesen hat, aber auch nicht
ganz bei Null ansetzen, wenn es bereits Teilnehmer gibt, die
Grundlagen oder ähnliches behandeln.
Um den Betreuern zu imponieren, genügen die Vorbesprechungen.)
- Der Schluss sollte Euren Vortrag abrunden und kurz seinen Sinn
zusammenfassen. Ggf. kann der Hinweis auf darüber hinausgehendes,
das in Eurer Ausarbeitung behandelt wird, sinnvoll sein.
Ein Vortrag muß anders aufgebaut sein als eine schriftliche Ausarbeitung:
- Einleitung am Anfang. Hin und wieder wiederholen, was man gerade tut. Nicht erwarten, daß die Zuhören noch alles genau wissen, was man schon gesagt hat. Zusammenfassung am Schluß.
- Erste Folienentwürfe ebenfalls rechtzeitig vor dem Vortrag mitbringen, damit man noch Zeit hat, auch das globale didaktische Konzept zu besprechen.
Vortragszeit
- 30 min. Vortrag vorbereiten mit Folien, durch Fragen/Diskussion
verlängert sich das dann automatisch.
- Und wenn man noch so viel schönen Stoff erarbeitet hat:
Viel länger kann sich sowieso kein Zuhörer konzentrieren.
- Das Kürzen von Stoff ist eine Kunst, die man üben sollte;
auf richtigen Tagungen hat man oft nur 20 Minuten,
im Geschäftsleben noch weniger, und die Leute nehmen das ernst.
- Wir werden Eure Vortragszeit nach 45 min. auch erbarmungslos beenden.
- Aus Erfahrung bietet es sich an 10-12 (max. 15) Folien vorzubereiten,
mehr schaffen die meisten Leute nicht in 30-45 min. gut
zu erklären.
- Ein Probevortrag vor Freunden ist am besten, um die Zeit
abzuschätzen; zumindest sollte man an repräsentativen
Beispielfolien schauen, wie lange man im Mittel dazu redet.
Scheinvergabe
Zum Seminar wird ein Schein vergeben. Wir erwarten dafür konkret
- erfolgreicher Vortrag
- von uns akzeptierte Ausarbeitung
- durchgängige Teilnahme mit aktiver Mitarbeit
Es werden benotete Scheine ausgestellt, wobei die Note sich aus den obigen
Komponenten zusammensetzt.
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